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 ©Washington State Department of Agriculture
©Washington State Department of Agriculture

Kooperative Formen der Lebensmittelproduktion und -Verteilung haben in den letzen Jahrzehnten an Diversität gewonnen, fristen aber immer noch ein Nischendasein. Währenddessen verschärfen sich die Bedingungen der Lebensmittelversorgung durch Klimawandel und Energiekriege zusehends und machen eine regenerative und resiliente Form der Lebensmittelversorgung notwendiger denn je. Um eine Transformation in diese Richtung weiter voran zu treiben, müssen einige Hürden überwunden werden. Diese Hürden bestehen sowohl im Bereich der Gesetze, des Förderwesens aber sind auch oft organisatorischer und logistischer Natur: Welche Formen kooperativer Lebensmittelversorgung sind erfolgreich? Wie können sich diese im österreichischen Regime durchsetzen? Welche Hürden müssen dazu überwunden werden?

Moderation

Stephan Pabst, Agrarwissenschaftler und Lektor an der FH Joanneum, Uli Seebacher, FH Joanneum - Studiengang Nachhaltiges Lebensmittelmanagement
 

Inputs

Richard Pummer, IG Solidarische Landwirtschaft: Die Gemeinsame Landwirtschaft als Modell und Labor einer zukunftsfähigen Wirtschaft

In der Gemeinsamen Landwirtschaft wird die Ernte geteilt, nicht getauscht. Der zentrale Gedanke des Beitrags ist die Zukunftsfähigkeit des Teilens als wirtschaftliches Prinzip, wie es uns schon heute im Ernte Teilen begegnet. Der teilende Mensch ist jedoch ein anderer als der tauschende. Sich selbst als diesen zu erkennen, ist die globale kollektive Herausforderung vor der wir stehen.

Florian Jagschitz, Coop-Verband: [Die Foodcoop als neue und erweiterte Form der Konsumgenossenschaft]

Konsumgenossenschaften als bürgerliche Gründungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts ermöglichten den Übergang von der Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft. Foodcoops setzen bei den ursprünglichen Zielsetzungen der Konsumgenossenschaften „günstige Versorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln“ an und erweitern diese Grundsätze um ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit. Ein besonderes Augenmerk wird - durch Ausschluss des Zwischenhandels - auf die gerechte Entlohnung der Landwirt:innen sowie auf eine sozial verträgliche Preisgestaltung gelegt.

Armin Friedmann und Markus Weyer, Raiffeisenverband Steiermark: Das Bäuerliche Versorgungsnetzwerk Steiermark. Eine innovative Form genossenschaftlicher Direktvermarktung

Landwirtschaftliche Genossenschaften sind seit jeher ein großer Baustein des Genossenschaftswesens in Österreich. Abgesehen von traditionellen Verwertungsgenossenschaften bilden sich auch immer wieder neue Kooperationsformen im Agrarbereich, um den aktuellen Anforderungen in der Landwirtschaft gerecht zu werden und um über diese Zusammenschlüsse am Markt bestehen zu können. Zu diesen zählt unter anderem das im Jahr 2021 gegründete Bäuerliche Versorgungsnetzwerk Steiermark. Die junge Genossenschaft versorgt seither die heimischen Großküchen mit regionalen Lebensmitteln aus bäuerlicher Produktion.

 

Armin Friedmann, Leiter des Kompetenzzentrums Genossenschaft im Raiffeisenverband Steiermark

Florian Jagschitz, Studium der Betriebswirtschaftslehre, langjähriger Mitarbeiter am Fachbereich für Genossenschaftswesen der Universität Wien, heute Vorstandsmitglied im CoopVerband.

Stephan Pabst ist Agrarwissenschaftler und lehrt an der FH Joanneum. Er arbeitet seit 2004 im Rahmen von Projekten und landwirtschaftlichen Betrieben an der Transformation des Lebensmittelsystems mit. Aktuell beschäftigt ihn die Gründung der FoodCoop EggenLend sowie der Aufbau von Schulgärten in der Steiermar

Mag. Richard Michael Pummer, geb. 1960, studierte Geschichte sowie Kultur- und Sozial- anthropologie in Wien. Seit 2015 setzt er sich für gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft ein, derzeit in der IG Solawi Leben und der CSA Villach.

Ulrike Seebacher ist Dozentin am Studiengang Nachhaltiges Lebensmittelmanagement der FH JOANNEUM, Koordinatorin der Forschungsgruppe Nachhaltige Lebensmittelsysteme -- erfahren in systemischer Prozessbegleitung und Moderation, interessiert an zukunftsfähigen Modelllösungen.

Markus Weyer, Geschäftsführer der Bäuerlichen Versorgungsnetzwerk Steiermark eGen

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